Nikolaussprint in Sindelfingen

Glaspalast, Sindelfingen

30. November 2019

Leichtathleten ab der U16-Altersklasse bekommen selten die Gelegenheit, bei gemischten Wettkämpfen miteinander und gegeneinander anzutreten. Das hat sich geändert: 2017 entschied das Internationale Olympische Kommitee, bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo u.a. eine gemischte 4x400m Staffel bei der Leichtathletik einzuführen. Im Mai dieses Jahres liefen bei den IAAF World Relays in Yokohama erste gemischte Staffeln auf Weltklasse Ebene.

Sophia Seufert

In diesem Sinne veranstaltete am 30. November der Vfl Sindelfingen, als Teil des alljährlichen “Nikolaussprints”, im berühmten Glaspalast, gemischte 4x200m Staffelwettkämpfe. Als das im Frühherbst bekannt wurde, war es für viele Spvgg Athleten sofort klar “Da sind wir dabei”.

Wegen Verletzungen und Geburtstagen, konnten wir am Ende nur eine Staffel in der Alterklasse U20 anmelden.

David Frank

Bei der Ankunft in Sindelfingen stellte sich heraus, dass die Spvgg als einzige gemischte Staffel antritt, gegen die männliche U20-Staffelmannschaften des LAC Degerlochs und des Gäu Athletics.

In der Reihenfolge Sophia Seufert, David Frank, Leonie Flad und Malik Jirasek lief die Mannschaft  ein fast reibungsloses Rennen. Mit den im Glaspalast sehr engen Bahnen, entschieden wir uns für eine sichere 4x400m ähnliche Staffelholzübergabe. Das zahlte sich aus und alle drei Übergaben liefen sehr gut. Alle vier Läufer und Läuferinnen liefen, mitten im Wintertraining, besonders stark:  Bei der letzten Übergabe betrug der Rückstand auf die Gäu Athletics “nur” 30 Meter .

Leonie Flad

Wie geplant und wie so oft in den letzten Jahren, insbesonders bei den Baden Württembergischen Staffelmeisterschaften, bekam Schlussläufer Malik Jirasek damit seine übliche Aufgabe: 20 bis 40 Meter aufholen.

Malik entäuschte seine Mannschaftskamaraden und die Zuschauer nicht. Aus der ersten Kurve heraus, schaltete er seinen Turbo ein, und als er sich aus der zweiten und letzten Kurve heraus katapultierte, donnerte er 15 Meter vor dem Ziel an dem Führenden vorbei.

Malik Jirasek

Das Ganze dauerte nur knapp 1:42 Min. Trotz fast einer Stunde Verspätung bis zum Start und der 80-minutigen Hin- und Rückfahrt,  waren sich alle vier Athleten einig – das hat sich auf jeden Fall gelohnt und mega Spass gemacht: Ein toller Schlusspunkt zur Saison 2019.

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